Aus -und Weiterbildung

Ein Beruf mit Zukunft: Notfallsanitäterin / Notfallsanitäter

Keine Frage, dieser Beruf hat Zukunft, denn in kaum einem anderen Bereich steigt der Personalbedarf so rasant an wie im Rettungsdienst. Und ein Ende dieser Entwicklung ist nicht in Sicht.

Wenn du einen interessanten und abwechslungsreichen Beruf suchst, Freude am Umgang mit Menschen und medizinischen Themen hast, und zudem bereit bist hohe Verantwortung zu übernehmen, dann bist du in diesem Beruf genau richtig. Wechselnde Dienstzeiten, auch am Wochenende und an Feiertagen, dürfen dich nicht abschrecken. Und natürlich ist der Rettungsdienst auch Nachts unterwegs.

Während die theoretische Schulung laut Gesetz an einer Berufsfachschule erfolgt, wird die praktische Ausbildung an unseren Rettungswachen durchgeführt. Schon nach kurzer Zeit bist du mit dabei und erfährst, wie man Menschenleben rettet. Der DRK Kreisverband in Leer betreibt eine hauseigene Berufsfachschule, du brauchst das schöne Ostfriesland somit nicht verlassen.

Das Rettungsassistentengesetz wurde am 01.01.2014 durch das Notfallsanitätergesetz abgelöst. Das neue Ausbildungsgesetzt führt zur höchsten nichtärztlichen Qualifikation im Rettungsdienst, dem Notfallsanitäter.

Ausbildungsabschnitte

Insgesamt sind 4600 Ausbildungsstunden vorgesehen, die sich auf einen schulisch/praktischen Teil, einer praktischen Ausbildung im Rettungsdienst und einer klinisch/praktischen Ausbildung in einem Krankenhaus verteilen.

1. Ausbildungsjahr

Im ersten Halbjahr Erwerb einer Mindestqualifikation für den Einsatz im Rettungsdienst, und im zweiten Halbjahr Erwerb der für die Durchführung und Organisation von Krankentransporten notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten, sowie eine erste Einführung in die Notfallrettung.

2. Ausbildungsjahr

Erwerb der für die Durchführung und Organisation von Einsätzen in der Notfallrettung erforderlichen Kenntnisse und Fertigkeiten.

3. Ausbildungsjahr

Erwerb einer fachübergreifenden Qualifikation, die Vertiefung der Kenntnisse und Fertigkeiten im Rettungsdienst, besonders der Notfallrettung, mit dem Ziel der verantwortlichen Übernahme des Notfalleinsatzes, sowie Kennenlernen besonderer Einsatzbereiche.

Übersicht der Abschnitte und Stunden

theoretischer und praktischer Unterricht an der Schule 1920 Stunden
praktische Ausbildung an einer genehmigten Lehrrettungswache 1960 Stunden
praktische Ausbildung in einem geeigneten Krankenhaus 720 Stunden

Bestimmungen für die staatliche Notfallsanitäterprüfung in der 3-jährigen Ausbildung

Die staatliche Notfallsanitäterprüfung besteht aus einer schriftlichen Prüfung, bestehend aus 3 schriftlichen Aufsichtsarbeiten zu je 120 Minuten Dauer, einer mündlichen Prüfung zu 30-45 Minuten Dauer je Prüfling, und einer praktischen Prüfung im Umfang von 4 vorgegebenen Fallbeispielen zu je 20-40 Minuten Dauer je Prüfling. Zu der praktischen Prüfung gehört zusätzlich ein Fachgespräch zu jedem einzelnen Fall.

Das sind sie, unsere ersten Auszubildenden zum Notfallsanitäter!!

Weiterbildung

Um eine bestmögliche Versorgung zu garantieren!

Stellen Sie sich vor Sie beobachten, wie der Rettungsdienst eine Person reanimiert und im Rahmen der Reanimation die Arme des Patienten immer wieder rhythmisch ausspreizt und auf dessen Bauch drückt oder den Patienten mit heißem Wasser bespritzt, um sein Auskühlen zu verhindern oder den Patienten immer wieder über ein Fass zieht um seinen Kreislauf in Gang zu bringen... Dieses mag Ihnen skurril vorkommen, aber waren dies in der Vergangenheit tatsächlich Handlungsempfehlungen zur Reanimation von leblosen Personen gewesen.

Wie in jedem anderen Beruf auch gibt es Neuerungen, Änderungen, aber auch nötige Überprüfungen von Fähigkeiten und Wissen, welches ein Rettungsdienstmitarbeiter haben muss. Mit dem ärztlichen Leiter Rettungsdienst zusammen versuchen wir den Bedarf an Schulung zu ermitteln und so gezielt die Mitarbeiter zu schulen. Der Rettungsdienst Leer arbeitet hier sehr eng mit der Rettungsschule Leer und dem Klinikum Leer zusammen, welches häufig die Dozenten und nicht zuletzt auch die notwendigen Räumlichkeiten für die Schulung zur Verfügung stellt.

Der Rettungsdienst, unser Beruf, die Medizin, Versorgungsstrategien, Behandlungsalgorithmen, Desinfektionsmaßnahmen, rechtliche Voraussetzungen, Arbeitssicherheit und nicht zuletzt medizinisches Equipment, wie zum Beispiel Beatmungsgeräte, Defibrillatoren und Medikamente, befinden sich in einem permanenten Wandel. Um diesem Wandel begegnen zu können ist jeder Rettungsdienstmitarbeiter in der Pflicht sich fortzubilden, um unseren Patienten die bestmögliche Versorgung zu garantieren!!